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Reha-Psychologie – Aktuell - Klinische Psychologie in der medizinischen Rehabilitation


25. Februar 2010

Effect of Depression Treatment on Chronic Pain Outcomes

Objective: To examine the effect of depression treatment on medical and social outcomes for individuals with chronic pain and depression. People with chronic pain and depression have worse health outcomes than those with chronic pain alone. Little is known about the effectiveness of depression treatment for this population.

Methods: Propensity score-weighted analyses, using both waves (1997–1998 and 2000–2001) of the National Survey of Alcohol, Drug, and Mental Health Problems, were used to examine the effect of a) any depression treatment and b) minimally adequate depression treatment on persistence of depression symptoms, depression severity, pain severity, overall health, mental health status, physical health status, social functioning, employment status, and number of workdays missed. (weiterlesen…)

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17. Februar 2010

Identifikation und Gruppierung von Schmerzpatienten anhand von Routinedaten einer Krankenkasse

Die ICD-Klassifikation bietet keine zufriedenstellenden Möglichkeiten zur Identifikation von Schmerzpatienten. In der vorliegenden Arbeit wurde daher auf der Basis von Diagnose- und Verordnungsdaten des Jahres 2006 einer gesetzlichen Krankenkasse (DAK) ein alternatives Verfahren zur Identifikation und Gruppierung von Schmerzpatienten entwickelt, das auf 2 Annahmen basiert: 1. Versicherte (VS) ohne Verordnungen von Analgetika, aber mit Diagnosemustern, die charakteristisch sind für VS, die mit Opioiden behandelt werden, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls Schmerzpatienten. 2. Jede Diagnosekombination lässt sich auf eine behandlungsleitende Diagnose aus einer Diagnosegruppe gemäß dem Patientenklassifikationssystem CCS (Clinical Classifications Software) zurückführen. Die Selektion dieser Diagnosegruppe (CCS) ermöglicht die Zuordnung eines VS zu ausschließlich einem Schmerztypen. Mithilfe dieser Methode konnten wir 65 Kombinationen von CCS-Diagnosegruppen – aggregiert zu 9 Schmerztypen – identifizieren, denen sich 77,1% der Patienten mit mindestens 2 Opioidverordnungen zuordnen ließen: Diese entfielen zu 26,3% auf arthrosebedingte Schmerzen, zu 18,0% auf Schmerzen bei Bandscheibenerkrankungen, zu 13,1% auf andere spezifische Rückenschmerzen, zu 6,7% auf neuropathische Schmerzen, zu 4,5% auf nichtspezifische Rückenschmerzen, zu 4,2% auf Kopfschmerzen, zu 2,4% auf Schmerzen nach traumatischen Frakturen, zu 1,3% auf Schmerzen bei multimorbiden, pflegebedürftigen Patienten und zu 0,6% auf krebsbedingte Schmerzen. Basierend auf unserem Verfahren, lassen sich Versicherte selektieren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit an mittleren bis schweren Schmerzen leiden und deren Versorgungssituation mittels Routinedatenanalysen untersucht werden kann.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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16. Februar 2010

Schmerz und Aufmerksamkeit

Das Leitsymptom der Fibromyalgie (FM) ist der chronische, muskuloskelettale Schmerz. Jedoch berichten die meisten Patienten über eine Vielzahl weitere Beschwerden und Symptome. Neben Müdigkeit, schneller Erschöpfbarkeit und Morgensteifigkeit sind Konzentrations- und Gedächtnisstörungen weitere Beschwerden, die erheblich zum Leidensdruck der Patienten beitragen. Dieser im englischen Sprachraum als „fibrofog“ bezeichnete Beschwerdekomplex wird zunehmend als eigenständiges Symptom erkannt und hält unter dem Begriff „dyscognition“ Einzug in die Fachliteratur. Es gibt bislang nur wenige Studien, die FM-Patienten gezielt auf neuropsychologische Defizite hin untersucht haben. (weiterlesen…)

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2. Februar 2010

TK zahlt Zweitmeinung vor Rückenoperation

Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet ihren Versicherten einen neuen Service: Patienten mit Rückenbeschwerden können sich bei Unsicherheiten zu einer geplanten Operation ab sofort bei einem Expertenteam eine zweite Meinung einholen. Die Krankenkasse hat das Angebot zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) entwickelt.

Laut TK werden 230.000 Patienten in Deutschland jährlich wegen Rückenbeschwerden operiert. Doch bei vielen bliebe der erhoffte Erfolg nach der Operation aus. „Patienten sollten daher das Für und Wider eines Eingriffs sorgfältig abwägen“, sagt Frank Herrmann, der das Projekt bei der TK betreut. Studien hätten ergeben, dass sich in vier von fünf Fällen eine Operation durch konservative Methoden wie Physiotherapie vermeiden lässt.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten “TK zahlt Zweitmeinung vor Rückenoperation”

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30. Januar 2010

Epidemiologie und Therapie von Schmerzen und Depression bei HIV und Aids

Schmerzen bilden den häufigsten Grund für die stationäre Einweisung von Patienten mit Aids. Oft verbergen sich hinter körperlichen Symptomen depressive Episoden. Therapiebedingte Schmerzen stellen ein zunehmendes Problem in der HIV-Behandlung dar, was als Konsequenz eine Alteration der hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART) bedeutet. Kopfschmerzen treten bei bis zu 90% aller Patienten mit einer HIV-Infektion auf. Zu differenzieren sind idiopathische Kopfschmerzen, die schon vor der HIV-Infektion bestanden, Kopfschmerzen durch opportunistische Infektionen, als Nebenwirkung von HAART sowie ein eigenständiger HIV-assoziierter Kopfschmerz. Bis zu 20% aller Neuropathien entstehen bei HIV-Infizierten iatrogen durch HAART. Je nach individuellem Resistenzprofil ist eine Umstellung von HAART indiziert. Interaktionen der HAART mit den Medikamenten, die zur Schmerztherapie über die Cytochrom-P450-Systeme eingesetzt werden, stellen einen speziellen therapeutischen Aspekt dar, der besonders berücksichtigt werden muss, um nicht die Resistenzentwicklung des HI-Virus zu fördern.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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26. Januar 2010

Embodiment and Chronic Pain: Implications for Rehabilitation Practice

Throughout the Western world people turn towards the health care system seeking help for a variety of psychosomatic/psychosocial health problems. They become “patients” and find themselves within a system of practises that conceptualizes their bodies as “objective” bodies, treats their ill health in terms of the malfunctioning machine, and compartmentalizes their lived experiences into medically interpreted symptoms and signs of underlying biological dysfunction. The aim of this article is to present an alternative way of describing ill health and rehabilitation using the philosophy of Maurice Merleau-Ponty in order to deepen our understanding of the rehabilitation process. I will explore how the experience of chronic pain ruptures the natural connection between body and world and how the rehabilitation process can be understood as the re-insertion of the body into the flow of experience, where the body “disappears” into its natural silence in order to allow the world to once again unfold.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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20. Januar 2010

Chronischer Schmerz verändert die Struktur des Gehirns

Obwohl chronische Schmerzen und die Chronifizierung von Schmerz zu den häufigsten Herausforderungen einer Schmerzambulanz gehören, ist die Pathogenese chronischer Schmerzen weiterhin unklar. Neuere Ergebnisse zeigen hirnmorphologische Veränderungen bei Patienten mit chronischen Schmerzen im Sinne einer regional spezifischen Abnahme an grauer Substanz. Diese Veränderungen sind unabhängig vom Syndrom oder der anatomischen Projektion der Schmerzen und überlappen im vorderen und mittleren Cingulum, der vorderen Inselrinde, dem orbitofrontalen Kortex und dem Hirnstamm. Die Interpretation der Abnahme an grauer Substanz wird in der Literatur fälschlicherweise meist als Schädigung oder Atrophie des Gehirns interpretiert. Die funktionelle Relevanz dieser Hirnveränderung ist noch nicht klar, jedoch ist die Übereinstimmung der bisher publizierten Befunde verblüffend und deutet darauf hin, dass das sog. Schmerzgedächtnis visualisiert werden kann.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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7. Dezember 2009

Geschlechtsunterschiede in psychosozialen Kennwerten bei Patienten in der stationären orthopädischen Rehabilitation von chronisch unspezifischen Rückenschmerzen

Frauen sind häufiger von chronischen Rückenschmerzen mit begleitenden psychischen Beeinträchtigungen betroffen als Männer. Demnach verfügen sie über ein erhöhtes Risiko zur Schmerzchronifizierung und weisen einen besonderen Bedarf an psychologischen Interventionen in der stationären orthopädischen Rehabilitation von chronischen Rückenschmerzen auf. An einer konsekutiven Stichprobe von N=431 Patienten mit chronisch unspezifischen Rückenschmerzen wurde mit einem einfaktoriellen Versuchsplan der Einfluss des Geschlechts auf psychosoziale Kennwerte zu Beginn einer stationären orthopädischen Rehabilitation untersucht. Die Frauen zeigten höhere psychische und schmerzbezogene Belastungen sowie ein stärkeres Ausmaß an Chronifizierung als die Männer. Die Befunde untermauern den erhöhten Bedarf der Frauen an psychosozialen Behandlungsangeboten in der stationären orthopädischen Rehabilitation. Es wird deutlich, dass eine gezielte Zuweisung zu spezifischen psychologischen Behandlungsangeboten in der Rehabilitation von chronischen Rückenschmerzen notwendig ist.

Quelle: Thieme eJournals – Abstract

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