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Reha-Psychologie – Aktuell - Klinische Psychologie in der medizinischen Rehabilitation


2. Februar 2010

TK zahlt Zweitmeinung vor Rückenoperation

Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet ihren Versicherten einen neuen Service: Patienten mit Rückenbeschwerden können sich bei Unsicherheiten zu einer geplanten Operation ab sofort bei einem Expertenteam eine zweite Meinung einholen. Die Krankenkasse hat das Angebot zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) entwickelt.

Laut TK werden 230.000 Patienten in Deutschland jährlich wegen Rückenbeschwerden operiert. Doch bei vielen bliebe der erhoffte Erfolg nach der Operation aus. „Patienten sollten daher das Für und Wider eines Eingriffs sorgfältig abwägen“, sagt Frank Herrmann, der das Projekt bei der TK betreut. Studien hätten ergeben, dass sich in vier von fünf Fällen eine Operation durch konservative Methoden wie Physiotherapie vermeiden lässt.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten “TK zahlt Zweitmeinung vor Rückenoperation”

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30. Januar 2010

Epidemiologie und Therapie von Schmerzen und Depression bei HIV und Aids

Schmerzen bilden den häufigsten Grund für die stationäre Einweisung von Patienten mit Aids. Oft verbergen sich hinter körperlichen Symptomen depressive Episoden. Therapiebedingte Schmerzen stellen ein zunehmendes Problem in der HIV-Behandlung dar, was als Konsequenz eine Alteration der hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART) bedeutet. Kopfschmerzen treten bei bis zu 90% aller Patienten mit einer HIV-Infektion auf. Zu differenzieren sind idiopathische Kopfschmerzen, die schon vor der HIV-Infektion bestanden, Kopfschmerzen durch opportunistische Infektionen, als Nebenwirkung von HAART sowie ein eigenständiger HIV-assoziierter Kopfschmerz. Bis zu 20% aller Neuropathien entstehen bei HIV-Infizierten iatrogen durch HAART. Je nach individuellem Resistenzprofil ist eine Umstellung von HAART indiziert. Interaktionen der HAART mit den Medikamenten, die zur Schmerztherapie über die Cytochrom-P450-Systeme eingesetzt werden, stellen einen speziellen therapeutischen Aspekt dar, der besonders berücksichtigt werden muss, um nicht die Resistenzentwicklung des HI-Virus zu fördern.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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26. Januar 2010

Embodiment and Chronic Pain: Implications for Rehabilitation Practice

Throughout the Western world people turn towards the health care system seeking help for a variety of psychosomatic/psychosocial health problems. They become “patients” and find themselves within a system of practises that conceptualizes their bodies as “objective” bodies, treats their ill health in terms of the malfunctioning machine, and compartmentalizes their lived experiences into medically interpreted symptoms and signs of underlying biological dysfunction. The aim of this article is to present an alternative way of describing ill health and rehabilitation using the philosophy of Maurice Merleau-Ponty in order to deepen our understanding of the rehabilitation process. I will explore how the experience of chronic pain ruptures the natural connection between body and world and how the rehabilitation process can be understood as the re-insertion of the body into the flow of experience, where the body “disappears” into its natural silence in order to allow the world to once again unfold.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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20. Januar 2010

Chronischer Schmerz verändert die Struktur des Gehirns

Obwohl chronische Schmerzen und die Chronifizierung von Schmerz zu den häufigsten Herausforderungen einer Schmerzambulanz gehören, ist die Pathogenese chronischer Schmerzen weiterhin unklar. Neuere Ergebnisse zeigen hirnmorphologische Veränderungen bei Patienten mit chronischen Schmerzen im Sinne einer regional spezifischen Abnahme an grauer Substanz. Diese Veränderungen sind unabhängig vom Syndrom oder der anatomischen Projektion der Schmerzen und überlappen im vorderen und mittleren Cingulum, der vorderen Inselrinde, dem orbitofrontalen Kortex und dem Hirnstamm. Die Interpretation der Abnahme an grauer Substanz wird in der Literatur fälschlicherweise meist als Schädigung oder Atrophie des Gehirns interpretiert. Die funktionelle Relevanz dieser Hirnveränderung ist noch nicht klar, jedoch ist die Übereinstimmung der bisher publizierten Befunde verblüffend und deutet darauf hin, dass das sog. Schmerzgedächtnis visualisiert werden kann.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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7. Dezember 2009

Geschlechtsunterschiede in psychosozialen Kennwerten bei Patienten in der stationären orthopädischen Rehabilitation von chronisch unspezifischen Rückenschmerzen

Frauen sind häufiger von chronischen Rückenschmerzen mit begleitenden psychischen Beeinträchtigungen betroffen als Männer. Demnach verfügen sie über ein erhöhtes Risiko zur Schmerzchronifizierung und weisen einen besonderen Bedarf an psychologischen Interventionen in der stationären orthopädischen Rehabilitation von chronischen Rückenschmerzen auf. An einer konsekutiven Stichprobe von N=431 Patienten mit chronisch unspezifischen Rückenschmerzen wurde mit einem einfaktoriellen Versuchsplan der Einfluss des Geschlechts auf psychosoziale Kennwerte zu Beginn einer stationären orthopädischen Rehabilitation untersucht. Die Frauen zeigten höhere psychische und schmerzbezogene Belastungen sowie ein stärkeres Ausmaß an Chronifizierung als die Männer. Die Befunde untermauern den erhöhten Bedarf der Frauen an psychosozialen Behandlungsangeboten in der stationären orthopädischen Rehabilitation. Es wird deutlich, dass eine gezielte Zuweisung zu spezifischen psychologischen Behandlungsangeboten in der Rehabilitation von chronischen Rückenschmerzen notwendig ist.

Quelle: Thieme eJournals – Abstract

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26. November 2009

Patienten mit Fibromyalgiesyndrom: Der Einfluss von Depressivität auf den Rehabilitationserfolg

Zur Behandlung des Fibromyalgiesyndroms wird eine Patientenschulung als Bestandteil einer multimodalen Therapie empfohlen. In das multimodale Vorgehen wird ein Schmerz- und Stressmanagement sowie kognitive Umstrukturierung integriert. Es soll geprüft werden, ob der Erfolg unmittelbar nach der stationären Rehabilitation von der Depressivität der Fibromyalgiesyndrom-Patienten abhängt.
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25. November 2009

Patienten mit chronisch unspezifischem Rückenschmerz: Zur Bedeutung psychosozialer Merkmale

Patienten mit chronisch unspezifischem Rückenschmerz weisen vermehrt psychische Beeinträchtigungen bzw. manifeste psychische Störungen auf, wobei ein hoher Chronifizierungsgrad mit einem Anstieg komorbider psychischer Störungen einhergeht. Bisherige Ansätze in der stationären orthopädischen Rehabilitation dieser Patientengruppe weisen unzureichend nachhaltige Rehabilitationseffekte auf, was darauf zurückgeführt werden kann, dass das Angebot an spezifischen psychologischen Interventionen bislang noch unzureichend ist.
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18. November 2009

Evaluation einer multimodalen Schmerztherapie am UniversitätsSchmerzCentrum Dresden

Die multimodale Schmerztherapie am UniversitätsSchmerzCentrum Dresden ist ein 4-wöchiges, teilstationäres, multimodales Behandlungsprogramm für chronische Schmerzpatienten mit einer sich nach 10 Wochen anschließenden Wiederholungswoche. Die Therapie findet in größeren Gruppen (12 Personen) statt. Primäres Therapieziel ist eine Sensibilisierung des Patienten für eine biopsychosoziale Sichtweise seiner Krankheit sowie im Weiteren die Wiederherstellung der objektiven und subjektiven Funktionsfähigkeit („functional restoration“) anhand eines befund- und ressourcenorientierten Vorgehens.
Von Januar 2006 bis August 2007 wurden 189 Patienten behandelt. Bei allen untersuchten Parametern zeigten sich über den Zeitverlauf hinweg statistisch signifikante Veränderungen mit niedrigen bis hohen Effektstärken (ES 0,20–0,95). Bis zu 1 Jahr nach Beendigung der Wiederholungswoche blieben diese Ergebnisse stabil.
Die multimodale Schmerztherapie führt in einer Gruppenstärke von 12 Patienten kurzfristig sowie langfristig zu einer signifikanten und klinisch relevanten Verbesserung von Schmerzintensität, Lebensqualitätsparametern und psychologischen Faktoren. Auch bei chronifizierten Schmerzpatienten konnten stabile Behandlungsergebnisse erreicht werden, unabhängig davon, unter welcher Schmerzlokalisation die Patienten litten.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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