13. März 2010
Die Berufe des Psychologen und Psychotherapeuten gehen mit einem erhöhten Burn-out-Risiko einher. Australische Psychologinnen haben untersucht, welche Rolle berufliche Faktoren dabei spielen. Sie fragten 190 klinische Psychologen und Psychotherapeuten nach spezifischen Belastungen im Beruf und fanden vier Faktoren: Einstellungen, Inflexibilität, Verantwortung und Kontrolle. Beispielsweise führte die Einstellung, dass Patienten in der Therapie nicht zu sehr beansprucht werden oder keinesfalls leiden sollten, zu intensiven Bemühungen, jegliche Art von Aufregung von den Patienten fernzuhalten. Die Befragten erlebten dies auf Dauer als belastend. Aber auch inflexible, dogmatische Haltungen, beispielsweise die Ansicht, dass man das Therapieverfahren nicht wechseln und nicht vom Schema abweichen dürfe, werden als Belastung empfunden. Stress löste außerdem die Vorstellung aus, für die Genesung des Patienten und den Therapieerfolg allein verantwortlich zu sein oder die Therapie nicht ständig unter Kontrolle zu haben.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Archiv “Burn-out: Risikofaktoren bei Therapeuten” (10.03.2010)
14. Februar 2010
Die Zahl der Bundeswehrsoldaten mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Nach Berechnungen des Verteidigungsministeriums, die der “Ärzte Zeitung” vorliegen, ist besonders die Belastung bei Soldaten hoch, die in Afghanistan waren.
Die Armee hat 2009 insgesamt 466 Soldaten mit PTBS gezählt – 418 von ihnen waren aus Afghanistan zurückgekehrt. Im Jahr 2008 waren es 245 Soldaten, von denen 226 zuvor in Afghanistan eingesetzt worden waren. Das ist ein Anstieg von über 90 Prozent binnen eines Jahres.
Quelle: Immer mehr Soldaten erkranken an Belastungsstörung
8. Februar 2010
Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass Stress in der Kindheit dauerhaft für weitere Stresserfahrungen sensitiviert. Besteht bei Patient/innen mit psychischen Erkrankungen ein Zusammenhang zwischen kindlicher Stressbelastung und Belastung durch Stress im Erwachsenenalter und gilt dieser unabhängig von der Diagnose? (weiterlesen…)
7. Februar 2010
Die Fatigue Skala (FS) stellt ein international verbreitetes Instrument zur Diagnostik anhaltender Erschöpfungszustände dar. Ziel zweier Studien war die psychometrische Überprüfung der deutschen FS. (weiterlesen…)
27. Januar 2010
The Chalder Fatigue Scale (CFQ) is a widely used instrument to assess fatigue in both clinical and nonclinical settings. Psychometric properties of the scale and discriminative abilities were examined.
A total of 361 patients with CFS and 1615 individuals in the community were assessed with the CFQ. Principal component analysis (PCA) was used to explore the structure of the scale. Receiver-operating characteristic curve (ROC) was used to investigate the discriminative properties.
Two components, physical and mental fatigue, were identified in the CFS patient group and in the general population samples. Area under the curve for ROC was .91. The fatigue scale effectively discriminates, at high scores, between CFS patients and the general population.
Physical and mental fatigue are clearly separable components of fatigue. The CFQ can discriminate reliably between clinical and nonclinical conditions.
Quelle: ScienceDirect – Journal of Psychosomatic Research : Measuring fatigue in clinical and community settings
The objective of this study was to examine the effectiveness of mindfulness-based stress reduction (MBSR) on depression, anxiety and psychological distress across populations with different chronic somatic diseases.
A systematic review and meta-analysis were performed to examine the effects of MBSR on depression, anxiety, and psychological distress. The influence of quality of studies on the effects of MBSR was analyzed.
Eight published, randomized controlled outcome studies were included. An overall effect size on depression of 0.26 was found, indicating a small effect of MBSR on depression. The effect size for anxiety was 0.47. However, quality of the studies was found to moderate this effect size. When the studies of lower quality were excluded, an effect size of 0.24 on anxiety was found. A small effect size (0.32) was also found for psychological distress.
It can be concluded that MBSR has small effects on depression, anxiety and psychological distress in people with chronic somatic diseases. Integrating MBSR in behavioral therapy may enhance the efficacy of mindfulness based interventions.
Quelle: ScienceDirect – Journal of Psychosomatic Research : The effects of mindfulness-based stress reduction therapy on mental health of adults with a chronic medical disease: A meta-analysis
17. Januar 2010
Jeder dritte Schüler in Deutschland im Alter zwischen zehn und 21 Jahren leidet regelmäßig unter Stress-Symptomen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der DAK hervor. Betroffen sind dabei vor allem Mädchen, 40 Prozent der Schülerinnen haben laut Studie mehrmals in der Woche psychosomatische Beschwerden.
Die befragten Schüler nannten als häufigste Beschwerden Einschlafprobleme (22 Prozent), Gereiztheit (21 Prozent) sowie Kopf- und Rückenschmerzen (jeweils 16 Prozent). Über Niedergeschlagenheit klagten 14 Prozent der Befragten. Es folgten Nervosität (11 Prozent), Schwindelgefühle (9 Prozent) und Bauchschmerzen (8 Prozent).
Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten “Jeder dritte Schüler leidet unter Stress-Symptomen”
10. Dezember 2009
Nach Ansicht der Autorinnen hat Mobbing erfahrungsgemäß immer mit erheblichen Mängeln in der Arbeitsorganisation zu tun. Um Mobbing zu überwinden und zu vermeiden, müssen demnach die Arbeitsbedingungen im Sinne guter Arbeit gestaltet werden. Da psychische Belastungsfaktoren…
Quelle: ergo-online® – Mobbing: Was hilft dagegen? Was schützt davor?