22. Februar 2010
The authors combined the core conflictual relationship theme (CCRT) method and functional magnetic resonance imaging (fMRI) to identify brain regions involved in recall of autobiographical relationship episodes, a key process in psychotherapy. Relationship narratives were obtained from healthy subjects and scored for CCRT relationship themes and emotion. Autobiographical personal and nonautobiographical control narratives were presented in a block-design fMRI experiment. Personal versus control narratives showed activations in anterior cingulate, precuneus, inferior and middle frontal gyri, and inferior parietal lobule. These are regions involved in autobiographical memory, theory of mind, self-referential processing, and emotion. In an exploratory analysis, higher CCRT scores correlated with increased brain activation in the left hippocampus, parahippocampal gyrus, and middle occipital gyrus. This suggests that brain systems subserving memory processes are more active when recalling relationship episodes with greater CCRT content.
Quelle: Brain activation during autobiographical relationship episode narratives: A core conflictual relationship theme approach – Psychotherapy Research
17. Februar 2010
Die ICD-Klassifikation bietet keine zufriedenstellenden Möglichkeiten zur Identifikation von Schmerzpatienten. In der vorliegenden Arbeit wurde daher auf der Basis von Diagnose- und Verordnungsdaten des Jahres 2006 einer gesetzlichen Krankenkasse (DAK) ein alternatives Verfahren zur Identifikation und Gruppierung von Schmerzpatienten entwickelt, das auf 2 Annahmen basiert: 1. Versicherte (VS) ohne Verordnungen von Analgetika, aber mit Diagnosemustern, die charakteristisch sind für VS, die mit Opioiden behandelt werden, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls Schmerzpatienten. 2. Jede Diagnosekombination lässt sich auf eine behandlungsleitende Diagnose aus einer Diagnosegruppe gemäß dem Patientenklassifikationssystem CCS (Clinical Classifications Software) zurückführen. Die Selektion dieser Diagnosegruppe (CCS) ermöglicht die Zuordnung eines VS zu ausschließlich einem Schmerztypen. Mithilfe dieser Methode konnten wir 65 Kombinationen von CCS-Diagnosegruppen – aggregiert zu 9 Schmerztypen – identifizieren, denen sich 77,1% der Patienten mit mindestens 2 Opioidverordnungen zuordnen ließen: Diese entfielen zu 26,3% auf arthrosebedingte Schmerzen, zu 18,0% auf Schmerzen bei Bandscheibenerkrankungen, zu 13,1% auf andere spezifische Rückenschmerzen, zu 6,7% auf neuropathische Schmerzen, zu 4,5% auf nichtspezifische Rückenschmerzen, zu 4,2% auf Kopfschmerzen, zu 2,4% auf Schmerzen nach traumatischen Frakturen, zu 1,3% auf Schmerzen bei multimorbiden, pflegebedürftigen Patienten und zu 0,6% auf krebsbedingte Schmerzen. Basierend auf unserem Verfahren, lassen sich Versicherte selektieren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit an mittleren bis schweren Schmerzen leiden und deren Versorgungssituation mittels Routinedatenanalysen untersucht werden kann.
Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag
16. Februar 2010
Das Leitsymptom der Fibromyalgie (FM) ist der chronische, muskuloskelettale Schmerz. Jedoch berichten die meisten Patienten über eine Vielzahl weitere Beschwerden und Symptome. Neben Müdigkeit, schneller Erschöpfbarkeit und Morgensteifigkeit sind Konzentrations- und Gedächtnisstörungen weitere Beschwerden, die erheblich zum Leidensdruck der Patienten beitragen. Dieser im englischen Sprachraum als „fibrofog“ bezeichnete Beschwerdekomplex wird zunehmend als eigenständiges Symptom erkannt und hält unter dem Begriff „dyscognition“ Einzug in die Fachliteratur. Es gibt bislang nur wenige Studien, die FM-Patienten gezielt auf neuropsychologische Defizite hin untersucht haben. (weiterlesen…)
7. Februar 2010
Die Fatigue Skala (FS) stellt ein international verbreitetes Instrument zur Diagnostik anhaltender Erschöpfungszustände dar. Ziel zweier Studien war die psychometrische Überprüfung der deutschen FS. (weiterlesen…)
26. Januar 2010
In prevention and health promotion interventions, screening methods and risk profile assessments are often used as tools for establishing the interventions’ effectiveness, for the selection and determination of the health status of participants. The role these instruments fulfil in the creation of effectiveness and the effects these instruments have themselves remain unexplored. In this paper, we have analysed the role screening methods and risk profile assessments fulfil as part of prevention and health promotion programmes in the selection, enrolment and participation of participants. Our analysis showed, that screening methods and health risk assessments create effects as they objectify health risks and/or the health status of individuals, i.e., they select the individuals ‘at risk’ and indicate the lifestyle modifications these people are required to make in order to improve their health. Yet, these instruments also reduce the group of participants thereby decreasing the possible effect of interventions, as they provide the legitimisation for people to make choices to whether they enrol or not and what lifestyle changes they incorporate into their lives.
Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag
25. Januar 2010
Ziel der psychophysiologischen Aussagebeurteilung ist die Differenzierung von Tätern und Unschuldigen auf der Basis physiologischer Reaktionen auf spezifische Fragen. Die beiden wichtigsten Befragungstechniken, der Kontroll- oder Vergleichsfragentest sowie der Tatwissentest, werden im vorliegenden Artikel dargestellt und hinsichtlich ihrer Testgüte miteinander verglichen. Dabei wird insbesondere die individualdiagnostische Eignung „klassischer“ polygraphischer Kenngrößen, die auf der Aktivität des autonomen Nervensystems beruhen, diskutiert. Anschließend werden neuere Ansätze, die auf der Messung der Gehirnaktivität mittels Elektroenzephalogramm oder bildgebender Verfahren beruhen, vorgestellt und kritisch gewürdigt.
Quelle: PsyCONTENT – Zeitschriftenbeitrag
24. Januar 2010
Zeichnungen von Fahrrädern werden seit langem in der neuropsychologischen Diagnostik eingesetzt. Lezak schlug ein formales System zu ihrer Bewertung vor. Anhand einer Stichprobe von 200 neurologischen Patienten werden Daten zur Reliabilität und Validität vorgestellt. Die Interrater-Übereinstimmung betrug 0,95; die Retestreliabilität wurde bei einem Intervall von einem bzw. drei Tagen auf 0.67 geschätzt. Männliche Patienten erreichten bessere Testwerte als weibliche, rechtshemisphärisch geschädigte Patienten höhere als linkshemisphärisch geschädigte; in der Gesamtstichprobe waren die Testwerte schwach mit dem Lebensalter und dem Bildungsniveau assoziiert. Substanzielle Korrelationen wurden mit anderen neuropsychologischen Testvariablen erhalten. Der BDT stellt ein kurzes, rasch und auch bettseitig einsetzbares Instrument für eine siebtestmäßige Erfassung visuo-konstruktiver Leistungen dar, das kognitive Störungen bei zerebral Geschädigten abzubilden in der Lage ist.
Quelle: PsyCONTENT – Zeitschriftenbeitrag
22. Januar 2010
Für ein kontinuierliches Monitoring psychotherapeutischer Veränderungen sind kurze, valide und veränderungssensitive Instrumente erforderlich. Die Eignung des Ergebnisfragebogens (EB-45) zu diesem Zweck wurde in dieser Studie untersucht. Anhand einer Bevölkerungsstichprobe (n = 232), einer Stichprobe von Bahnpendlern (n = 615), einer Stichprobe ambulanter Psychotherapiepatienten (n = 671) und einer Stichprobe stationärer Psychotherapiepatienten (n = 960) wurden Aspekte der konvergenten und diskriminativen Validität sowie die Veränderungssensitivität des Ergebnisfragebogens untersucht. Weiter wurden für die externen Kriterien “Suizidgedanken” und “Arbeitsfähigkeit” Sensitivitäts-Spezifitätsanalysen durchgeführt. Für die beiden klinischen Stichproben zeigte sich auf einzelnen Skalen des EB-45 eine Abhängigkeit vom Geschlecht, Alter und der klinischen Diagnose. Mäßige Konkordanzen (κ ~0.4) ergaben sich mit der Symptom-Checkliste und deren Kurzform, dem Brief Symptom Inventory, geringe Konkordanzen mit dem Fragebogen zur Lebenszufriedenheit und dem Gießener Beschwerdebogen. Die Diskrimination zwischen den klinischen und nicht-klinischen Stichproben war auf den einzelnen Subskalen und der Gesamtskala gut.
Quelle: PsyCONTENT – Zeitschriftenbeitrag