13. März 2010
Evidenzbasierung psychotherapeutischer Ansätze
Chronische Depression gilt in der klinischen Praxis als besonders schwer behandelbar. Die Befundlage zu dieser Annahme ist jedoch unbefriedigend. Die wenigen existierenden Effektivitätsstudien zu verschiedenen Formen von Psychotherapie bei chronischen Depressionen (z. B. KVT, IPT, CBASP) zeigen tatsächlich, dass die Wirksamkeit eines rein psychotherapeutischen Vorgehens bei chronischen Depressionen begrenzt zu sein scheint; es gibt jedoch Hinweise auf additive Effekte im Rahmen einer Kombinationsbehandlung mit Psychopharmaka. (weiterlesen…)
12. März 2010
11. März 2010
Einbezug von Partnern und Angehörigen in der Verhaltenstherapie
Nahezu alle psychischen Störungen sind mit einer niedrigen Partnerschaftsqualität assoziiert, und die psychische Gesundheit kann durch eine problematische Partnerschaft erheblich beeinträchtigt sein. Die partnerschaftliche Interaktion wirkt sich zudem auf das Erziehungsverhalten aus. Ein weiterer wichtiger Faktor ist psychische und physische Gewalt in Familien. Dieser muss besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Basierend auf diesem Hintergrund werden das sog. Zwangsprozessmodell und die Theorie der ehelichen Stabilität beschrieben. Konkrete Anregungen für die Diagnostik, Therapieplanung und paar- bzw. elternorientierte Interventionen werden abgeleitet. Anhand einer Fallvignette werden die Anregungen beispielhaft erläutert. Einige rechtliche und ethische Voraussetzungen bzw. psychotherapeutische Bedingungen können zu Einschränkungen beim Einsatz der Interventionen führen.
Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag
10. März 2010
2. März 2010
Although employers commonly review administrative database indicators to assess depression treatment quality, they do not know whether these indicators predict relevant outcomes like absenteeism. In 230 employed patients in five health plans, we tested how administrative database-derived indicators for antidepressant medication and psychotherapy provided during the first 6 months of a new depression treatment episode predicted patient-reported absenteeism change over 12 months. The medication indicator was not significantly associated with absenteeism change over 12 months (p= .64); however, the psychotherapy indicator was significantly associated with an average 26.1% improvement in absenteeism over 12 months (p< .05). If subsequent studies confirm the results we report, quality monitoring initiatives interested in employer-relevant indicators of depression treatment quality should examine administrative database indicators of psychotherapy.
Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag
21. Februar 2010
The rich research literature on psychotherapies for children, adolescents, and adults has identified several interventions that can ameliorate or effect significant change in psychiatric disorders and a variety of social, behavioral, and emotional problems and can enhance medical outcomes and recovery. After decades of psychotherapy research and thousands of studies, there is no evidence-based explanation of how or why even the most well-studied interventions produce change, that is, the mechanisms through which treatments operate. This article discusses central requirements for demonstrating mediators and mechanisms of change. Also presented are promising lines of work to identify mediators and mechanisms, ways of bringing to bear multiple types of evidence, recommendations to make progress in understanding how therapy works, and conceptual and research challenges in evaluating mediators and mechanisms.
Quelle: Understanding how and why psychotherapy leads to change – Psychotherapy Research
18. Februar 2010
Ernährungsstörungen treten bei Tumorpatienten oft bereits vor der Diagnosestellung auf. Folgen sind erhöhte Morbidität und Mortalität, verminderte Lebensqualität, reduzierte Tumortherapietoleranz und Prognose. Ein tumorassoziierter Gewichtsverlust ist auch für Übergewichtige ungünstig. Eine zentrale Ursache der Mangelernährung ist eine tumorassoziierte systemische Inflammationsreaktion. Eine pathophysiologisch orientierte und auch durchführbare Diagnostik sollte regelmäßig Gewicht, Appetit, Essmenge und die Akutphasenreaktion erfassen. Bei einem Gewichtsverlust ≥5% des gesunden Ausgangsgewichts sollte bei jeder Konsultation eine Ernährungsdiagnostik erfolgen. Oral kann meist mit einer auf die Wünsche und Bedürfnisse des Patienten individuell abgestimmten Vollkost ernährt werden. Bei unzureichender (Energiezufuhr <60% des errechneten Bedarfs, erwartet für mindestens 10 Tage) oder nicht möglicher [Energiezufuhr <2095 kJ/Tag (<500 kcal/Tag), erwartet für mindestens 5 Tage] oraler Ernährung ist eine künstliche Ernährung indiziert. Die Empfehlungen zur Vitamin- und Spurenelementzufuhr entsprechen den Richtlinien der Fachgesellschaften.
Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag
16. Februar 2010
Heilpraktiker dürfen in Deutschland die Heilkunde ausüben, ohne Arzt zu sein. Im Gegensatz zu Ärzten benötigen Heilpraktiker weder eine geregelte Ausbildung oder Fort- und Weiterbildung noch sind sie zwingend einer Kammerordnung unterworfen. Die einzige fachliche Voraussetzung vor Erteilung einer Heilpraktikererlaubnis ist eine Überprüfung durch die Gesundheitsämter. Diese bezieht sich nicht auf die genauen Kenntnisse der Heilpraktiker-Anwärter, sondern wird ausschließlich mit dem Ziel durchgeführt, eine Gefahr für die Volksgesundheit auszuschließen. Auch wenn Behandlungsfehler oder Todesfälle bei Heilpraktikern beschrieben sind, besteht doch die größte Gefahr in der Verkennung schwerwiegender ärztlich behandlungspflichtiger Erkrankungen und somit in einer Gefährdung durch Unterlassen. Im vorliegenden Beitrag werden die Entwicklung des Heilpraktikerwesens in Deutschland und die damit verbundenen Pflichten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zur Überprüfung aufgezeigt
Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag