12. März 2010
Auf dem 19. Rehawissenschaftlichen Kolloquium mit dem Thema “Qualität in der Rehabilitation” vom 8. bis 10.03.2010 in Leipzig wurden die Ergebnisse der Umfrage des Arbeitskreises Klinische Psychologie in der Rehabilitation (Fachgruppe der Sektion Klinische Psychologie im Berufsverband Deutscher Psychologen BDP) als Poster vorgestellt.
Im Sommer 2009 wurden über 1000 Kliniken der medizinischen Rehabilitation angeschrieben und um Beantwortung von Fragen zur Struktur und zu den Arbeitsbedingungen der Psychologinnen und Psychologen in der Klinik gebeten. Ebenso wurden die Kolleginnen und Kollegen um Auskunft über ihre individuelle Arbeitsbelastung befragt. Die Ergebnisse wurden auf dem Rehakolloquium präsentiert. Eine Veröffentlichung als Artikel ist in Vorbereitung.
Download: Poster, Abstract
11. März 2010
Einbezug von Partnern und Angehörigen in der Verhaltenstherapie
Nahezu alle psychischen Störungen sind mit einer niedrigen Partnerschaftsqualität assoziiert, und die psychische Gesundheit kann durch eine problematische Partnerschaft erheblich beeinträchtigt sein. Die partnerschaftliche Interaktion wirkt sich zudem auf das Erziehungsverhalten aus. Ein weiterer wichtiger Faktor ist psychische und physische Gewalt in Familien. Dieser muss besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Basierend auf diesem Hintergrund werden das sog. Zwangsprozessmodell und die Theorie der ehelichen Stabilität beschrieben. Konkrete Anregungen für die Diagnostik, Therapieplanung und paar- bzw. elternorientierte Interventionen werden abgeleitet. Anhand einer Fallvignette werden die Anregungen beispielhaft erläutert. Einige rechtliche und ethische Voraussetzungen bzw. psychotherapeutische Bedingungen können zu Einschränkungen beim Einsatz der Interventionen führen.
Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag
10. März 2010
23. Februar 2010
The authors applied the meaning extraction method (MEM) to 4,241 e-mails written by 297 participants of an email-based aftercare program following inpatient psychotherapy. Principal-components analysis of the most frequently used nouns in the e-mails yielded nine components: life decisions and coping, relationship conflict, psychological and physical symptoms, family of origin, social and leisure activities, present family and household, treatment, exercise and diet, and work. Relative to men, women focused more on symptoms, exercise and diet, and family of origin, but less on work. Older participants were more likely to e-mail about their present family. Younger participants were more likely to e-mail about their family of origin and exercise and diet. Patients who showed no therapeutic gains during their prior treatment wrote more about symptoms than patients who had improved. The potentials and limitations of the MEM for the analysis of therapy corpora are discussed.
Quelle: Inpatient treatment to online aftercare: E-mailing themes as a function of therapeutic outcomes – Psychotherapy Research
18. Februar 2010
Der starke Anstieg im Rauchverhalten Jugendlicher in den Jahren 1990 bis 2001 und die Festlegung des nationalen Gesundheitszieles „Tabakkonsum reduzieren“ waren für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) der Anlass, verstärkt Präventionsmaßnahmen zur Förderung des Nichtrauchens im Jugendalter zu realisieren. Gegenstand dieses Beitrages sind die Angebote und Maßnahmen der BZgA im Rahmen ihrer „rauchfrei“-Jugendkampagne. Zur Förderung des Nichtrauchens im Jugendalter hat die BZgA im Jahr 2002 mit der „rauchfrei“-Jugendkampagne begonnen und diese in den Folgejahren kontinuierlich erweitert. Die systematische Kampagnendurchführung basiert auf einem zielorientierten Planungsprozess und richtet sich schwerpunktmäßig an Jugendliche unter 18 Jahren….
Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag
17. Februar 2010
Das in der Risikobewertung eingesetzte Methodenspektrum beinhaltet unterschiedliche Risikobegriffe, mit denen populationsbezogene oder individuelle Risiken abgeschätzt werden können. Ein zentrales Risikomaß in der Epidemiologie ist die Inzidenz, die zur Berechnung des relativen Risikos herangezogen wird. Dieses ergibt sich durch das Verhältnis der Inzidenzen exponierter im Vergleich zu nicht exponierten Personen, wobei sich die Exposition einer Person in der Regel auf einen bestimmten Risikofaktor bezieht. Das Exzessrisiko quantifiziert das Risiko einer exponierten Population, das über das Hintergrundrisiko einer nicht exponierten Population hinausgeht. Dieses Risiko wird in umweltepidemiologischen Bewertungen häufig auf eine konstante Expositionsdosis über einen bestimmten Zeitraum bezogen und als Unit Risk ausgedrückt. Da die Anwendbarkeit der in diesem Beitrag vorgestellten Risikomaße vom jeweiligen Studiendesign abhängig ist, werden zunächst die wichtigsten epidemiologischen Studientypen erläutert.
Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag
16. Februar 2010
Heilpraktiker dürfen in Deutschland die Heilkunde ausüben, ohne Arzt zu sein. Im Gegensatz zu Ärzten benötigen Heilpraktiker weder eine geregelte Ausbildung oder Fort- und Weiterbildung noch sind sie zwingend einer Kammerordnung unterworfen. Die einzige fachliche Voraussetzung vor Erteilung einer Heilpraktikererlaubnis ist eine Überprüfung durch die Gesundheitsämter. Diese bezieht sich nicht auf die genauen Kenntnisse der Heilpraktiker-Anwärter, sondern wird ausschließlich mit dem Ziel durchgeführt, eine Gefahr für die Volksgesundheit auszuschließen. Auch wenn Behandlungsfehler oder Todesfälle bei Heilpraktikern beschrieben sind, besteht doch die größte Gefahr in der Verkennung schwerwiegender ärztlich behandlungspflichtiger Erkrankungen und somit in einer Gefährdung durch Unterlassen. Im vorliegenden Beitrag werden die Entwicklung des Heilpraktikerwesens in Deutschland und die damit verbundenen Pflichten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zur Überprüfung aufgezeigt
Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag