31. Dezember 2009
Regelmäßiges Musikhören kann möglicherweise einen Tinnitus lindern. Voraussetzung ist nach einer Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS 2009, doi: 10.1073/pnas.0911268107) allerdings, dass aus den Musikstücken die Tinnitusfrequenzen entfernt werden.
Die Idee für die neue Therapie wurde von der Arbeitsgruppe um Christo Pantev, Leiter des Instituts für Biomagnetismus und Biosignalanalyse an der Universität Münster, entwickelt. Dort wird seit Jahren das Phänomen des Tinnitus erforscht.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten “Musiktherapie des Tinnitus”
12. Dezember 2009
Schätzungsweise 30 % der Depressionen im klinischen Setting verlaufen chronisch und gehen mit erheblichen Beeinträchtigungen, hohen Gesundheitskosten und immensem Leidensdruck einher. Bisherige pharmakologische und psychotherapeutische Behandlungsansätze sind bei dieser Patientengruppe weniger effektiv als bei akuten depressiven Episoden. Mit dem Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) von James McCullough wurde ein spezifisch auf chronische Depression zugeschnittenes Psychotherapieverfahren entwickelt, (weiterlesen…)
10. Dezember 2009
Nach Ansicht der Autorinnen hat Mobbing erfahrungsgemäß immer mit erheblichen Mängeln in der Arbeitsorganisation zu tun. Um Mobbing zu überwinden und zu vermeiden, müssen demnach die Arbeitsbedingungen im Sinne guter Arbeit gestaltet werden. Da psychische Belastungsfaktoren…
Quelle: ergo-online® – Mobbing: Was hilft dagegen? Was schützt davor?
8. Dezember 2009
Die Arbeit gibt einen Überblick über die Entwicklung und erste klinische Erprobung eines diagnostischen Systems zur computergestützten adaptiven Diagnostik psychischer Störungen.
Entwickelt wurde das Psychosomatische Patienten-Arzt-Modul (PsyPAM), ein teilstandardisiertes, computergestütztes Interviewverfahren, das die häufigsten Störungen nach Kapitel F der ICD-10 abdeckt. Im Rahmen einer Pilotstudie wurden n=115 Patienten als Referenz klinisch sowie computergestützt mit dem PsyPAM diagnostiziert.
Über 88% der klinisch gestellten Diagnosen konnten mit dem PsyPAM erfasst werden. Die Bearbeitungszeit für das PsyPAM lag bei durchschnittlich 22,3 min.
Das PsyPAM scheint als Screeninginstrument für eine breitere Erprobung im klinischen Alltag erfolgversprechend zu sein, da es leicht handhabbar ist, eine kurze Bearbeitungszeit erfordert und auf dem ICD-10-System basiert.
Quelle: Thieme eJournals – Abstract
7. Dezember 2009
Frauen sind häufiger von chronischen Rückenschmerzen mit begleitenden psychischen Beeinträchtigungen betroffen als Männer. Demnach verfügen sie über ein erhöhtes Risiko zur Schmerzchronifizierung und weisen einen besonderen Bedarf an psychologischen Interventionen in der stationären orthopädischen Rehabilitation von chronischen Rückenschmerzen auf. An einer konsekutiven Stichprobe von N=431 Patienten mit chronisch unspezifischen Rückenschmerzen wurde mit einem einfaktoriellen Versuchsplan der Einfluss des Geschlechts auf psychosoziale Kennwerte zu Beginn einer stationären orthopädischen Rehabilitation untersucht. Die Frauen zeigten höhere psychische und schmerzbezogene Belastungen sowie ein stärkeres Ausmaß an Chronifizierung als die Männer. Die Befunde untermauern den erhöhten Bedarf der Frauen an psychosozialen Behandlungsangeboten in der stationären orthopädischen Rehabilitation. Es wird deutlich, dass eine gezielte Zuweisung zu spezifischen psychologischen Behandlungsangeboten in der Rehabilitation von chronischen Rückenschmerzen notwendig ist.
Quelle: Thieme eJournals – Abstract
6. Dezember 2009
Das Shared Decision Making-Modell (SDM, deutsch: partizipative Entscheidungsfindung PEF) ist die Beschreibung einer Arzt-Patient-Interaktion, in der medizinisch notwendige Entscheidungen – ob zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken – nicht von einem Interaktionspartner allein, also weder nur vom Arzt (Paternalismus) noch allein vom Patienten (Konsumismus) entschieden werden, sondern in dem beide gemeinsam eine verantwortliche und verbindliche Entscheidung treffen. Die dafür nötigen Voraussetzungen und die Konsequenzen werden erläutert. Die Entwicklungen in Deutschland und die Zugangswege zu dem Modell werden aufgezeigt. Es wird auf das Potenzial hingewiesen, das der Psychosomatik und Psychotherapie zur Ausgestaltung dieses Verhältnisses zur Verfügung steht.
Quelle: Thieme eJournals – Abstract
5. Dezember 2009
Brustkrebspatientinnen erleiden durch die Erkrankung und aggressive medizinische Therapie weit reichende physische und psychische Einschränkungen. Vermehrt rücken auch die kognitiven Fähigkeiten in den wissenschaftlichen Fokus, unter deren Einschränkung viele Betroffene während und nach der Behandlung leiden, das so genannte „Chemobrain”. Bisherige Studien mit Demenzkranken zeigten deutliche Verbesserungen in der Kognition durch bewegungstherapeutische Interventionen. Ziel dieser vorliegenden prospektiven und kontrollierten Studie ist die Überprüfung der Effekte eines strukturierten Krafttrainingsprogramms auf die kognitiven Fähigkeiten von Mammakarzinompatientinnen während der Chemotherapie. (weiterlesen…)
4. Dezember 2009
Kann man sich mit Einsamkeit anstecken wie mit einer Erkältung? Ja, sagen US-amerikanische Forscher. Menschen, die sich einsam fühlen, können dieses Gefühl auf andere übertragen. So verlieren sie auch die wenigen Sozialkontakte, die sie noch haben.
“Wir haben bei einsamen Menschen ein bemerkenswertes Ansteckungsmuster entdeckt. Sie ziehen sich an den Rand ihres sozialen Netzwerks zurück und verlieren nach und nach auch noch die wenigen Freunde, die sie noch haben”, erklärt John Cacioppo aus Chicago. …
Quelle: Einsamkeit ist ansteckend