31. August 2009
Brustkrebspatientinnen erleiden durch die Erkrankung und aggressive medizinische Therapie weit reichende physische und psychische Einschränkungen. Vermehrt rücken auch die kognitiven Fähigkeiten in den wissenschaftlichen Fokus, unter deren Einschränkung viele Betroffene während und nach der Behandlung leiden, das so genannte „Chemobrain”. Bisherige Studien mit Demenzkranken zeigten deutliche Verbesserungen in der Kognition durch bewegungstherapeutische Interventionen. Ziel dieser vorliegenden prospektiven und kontrollierten Studie ist die Überprüfung der Effekte eines strukturierten Krafttrainingsprogramms auf die kognitiven Fähigkeiten von Mammakarzinompatientinnen während der Chemotherapie.
Quelle: Thieme eJournals – Abstract
30. August 2009
Obwohl Schmerzen bei den meisten Tumorpatienten zunächst klare körperliche Ursachen aufweisen, spielen psychologische Mechanismen wie krankheitsbezogene Ängste, die allgemeine Stimmungslage und die Wahrnehmung emotionaler Unterstützung eine wesentliche Rolle für das Schmerzerleben und für den weiteren Chronifizierungsverlauf. Die wichtigsten psychosozialen Aspekte, die in die Anamnese des Tumorschmerzes einbezogen werden sollten, werden in diesem Beitrag skizziert. Psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten und ihre Wirksamkeit werden beschrieben. Da Schmerzen auch im sozialen Umfeld der Betroffenen zu Veränderungen führen und eine gewissen Funktionalität gewinnen können, wird der Stellenwert der therapeutischen Arbeit auch mit Angehörigen verdeutlicht. Dieser Beitrag stellt das Konzept des „totalen Schmerzes“ in seiner Gesamtheit dar und appelliert an eine ganzheitliche und interdisziplinäre Herangehensweise in der Krebsschmerztherapie.
Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag
Epidemiologische Studien über den Zusammenhang zwischen psychosozialem Stress (am Arbeitsplatz oder durch tiefe Lebenseinschnitte) und Tumorentstehung und -entwicklung sind in den Ergebnissen noch immer widersprüchlich und mit einer hohen Varianz behaftet. In einer Mehrzahl von Studien erhöht psychosozialer Stress allerdings das Risiko, an bestimmten Tumorarten zu erkranken, beispielweise an dem am häufigsten untersuchten Brustkrebs. Teilschritte auf dem Weg von Stress zu erhöhtem Krebsrisiko bestehen einerseits aus stressinduzierten Suchtverhaltensweisen (Rauchen, Alkoholkonsum, Essstörungen), andererseits aus den Wirkungen von Stresshormonen und deren Einfluss auf das Immunsystem.
Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag
29. August 2009
Mit einem neuen Gruppenprogramm will die Universitätsklinik Greifswald Krebspatientinnen zu mehr Lebensqualität verhelfen. Gemeinsam mit der Abteilung für Klinische Psychologie entwickelte die Poliklinik für Psychiatrie das Therapieprogramm GREIF ZU speziell für Krebspatientinnen. In dem Programm lernen Patientinnen Strategien kennen, die ihnen helfen, besser mit bedrückenden Gefühlen und Situationen umzugehen.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten
28. August 2009
Für das Forschungsprojekt “ParZivar” (”Entwicklung und Evaluation eines
Trainingsmoduls zur partizipativen Vereinbarung von Zielen in der
stationären medizinischen Rehabilitation”) sucht die Klinik Münsterland in
Bad Rothenfelde zum 1. November 2009 eine(n) Diplom-Psychologen(in),
Sozial- oder Gesundheitswissenschaftler(in) als wissenschaftliche(r)
Mitarbeiter(in) für 19,5 Std. wöchentlich.
Informationen zur Stellenausschreibung erhalten Sie hier:
http://www.rehaforschung-nrw.de/documents/StellenausschreibungMAParZivar2009-8SBUniOS_1_.pdf
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:
Dr. Susanne Dibbelt (Dipl.-Psych.)
Klinik Münsterland
Auf der Stöwwe 11
49214 Bad Rothenfelde
Dibbelt.ifr@klinik-muensterland.de
25. August 2009
“Der Kampf um die Erinnerung nimmt neue Formen an: Derzeit mehren sich die Fälle, in denen ehemalige Patientinnen ihre Psychotherapeuten beschuldigen, ihnen während der Theapie falsche Erinnerungen über sexuellen Missbrauch oder auch die Teilnahme an satanischen Ritualen suggeriert zu haben. Die Pseudoerinnerungen hätten großes Leid über die Familien gebracht”, warnt Professor Dr. Hans Stoffels (Berlin). Er sieht ein großes Potential an Phantasiegebilden, die als angebliche Erinnerungen zur Grundlage psychotherapeutischer Bemühungen werden.
Quelle: Psychologie-aktuell.com: Phantasie und Pseudo-Erinnerungen in der Trauma-Therapie: hochriskant – und gelegentlich vom Therapeuten suggeriert
23. August 2009
Die Reha-Behandlungsdauer bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen wurde während der letzten zwei Jahrzehnte etwa halbiert. Die Therapieerfolge sanken entsprechend. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie von Professor Dr. Manfred Zielke (Universität Mannheim), veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe von “Praxis – Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation”.
Quelle: Psychologie-aktuell.com: Psychosomatische Rehabilitation: Verkürzte Therapiedauer senkt den Erfolg
22. August 2009
Eine Metaanalyse von mehr als 50 000 Patienten zeigt, dass Allgemeinärzte immer noch Probleme damit haben, Depressionen richtig zu erkennen – bei einer erheblichen Anzahl wird die Krankheit übersehen oder fälschlich diagnostiziert. Demnach liegt nach einer Erstkonsultation die Quote von falsch positiv diagnostizierten Patienten höher als die Zahl der korrekt identifizierten Erkrankten. Die Genauigkeit ließ sich verbessern, wenn bei Krankheitsverdacht die Betroffenen noch einmal untersucht wurden. Zu diesen Schlussfolgerungen kommt ein online vorab veröffentlichter Artikel von Dr. Alex Mitchell, Dr. Amol Vaze und Dr. Sanajay Rao vom Leicester Partnership Trust und der University of Leicester in Großbritannien.
Quelle: Aktuelles – Pabst-Verlag