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Reha-Psychologie – Aktuell - Klinische Psychologie in der medizinischen Rehabilitation


13. März 2010

Burn-out: Risikofaktoren bei Therapeuten

Die Berufe des Psychologen und Psychotherapeuten gehen mit einem erhöhten Burn-out-Risiko einher. Australische Psychologinnen haben untersucht, welche Rolle berufliche Faktoren dabei spielen. Sie fragten 190 klinische Psychologen und Psychotherapeuten nach spezifischen Belastungen im Beruf und fanden vier Faktoren: Einstellungen, Inflexibilität, Verantwortung und Kontrolle. Beispielsweise führte die Einstellung, dass Patienten in der Therapie nicht zu sehr beansprucht werden oder keinesfalls leiden sollten, zu intensiven Bemühungen, jegliche Art von Aufregung von den Patienten fernzuhalten. Die Befragten erlebten dies auf Dauer als belastend. Aber auch inflexible, dogmatische Haltungen, beispielsweise die Ansicht, dass man das Therapieverfahren nicht wechseln und nicht vom Schema abweichen dürfe, werden als Belastung empfunden. Stress löste außerdem die Vorstellung aus, für die Genesung des Patienten und den Therapieerfolg allein verantwortlich zu sein oder die Therapie nicht ständig unter Kontrolle zu haben.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Archiv “Burn-out: Risikofaktoren bei Therapeuten” (10.03.2010)

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Kann man chronische Depression effektiv psychotherapeutisch behandeln?

Evidenzbasierung psychotherapeutischer Ansätze

Chronische Depression gilt in der klinischen Praxis als besonders schwer behandelbar. Die Befundlage zu dieser Annahme ist jedoch unbefriedigend. Die wenigen existierenden Effektivitätsstudien zu verschiedenen Formen von Psychotherapie bei chronischen Depressionen (z. B. KVT, IPT, CBASP) zeigen tatsächlich, dass die Wirksamkeit eines rein psychotherapeutischen Vorgehens bei chronischen Depressionen begrenzt zu sein scheint; es gibt jedoch Hinweise auf additive Effekte im Rahmen einer Kombinationsbehandlung mit Psychopharmaka. (weiterlesen…)

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12. März 2010

Brustkrebstherapie: Entscheidungen gemeinsam treffen

Patientinnen mit der Diagnose Brustkrebs müssen trotz dieser psychischen Ausnahme­situation wichtige Entscheidungen treffen. Wie eine Studie der Berlin School of Public Health zeigt, spielt die Arzt-Patienten-Beziehung dabei eine wesentliche Rolle.

Die informierte Entscheidung des Patienten gilt ethisch und rechtlich als Standard in der medizinischen Praxis. Welche Faktoren den Patienten dabei beeinflussen, ist bisher in Deutschland wenig erforscht. Eine qualitative Studie, gefördert durch die Deutsche Krebshilfe, untersuchte die Entscheidungs­prozesse von Brust­krebs­patientinnen unter Berück­sichtigung von subjektiven Einstellungen, dem sozialen Umfeld und den Angeboten des Versorgungs­systems. Darüber hinaus sollten die Patientinnen angeben, welche Rolle sie bei der Entscheidung einnahmen und welche sie dabei bevorzugt hätten.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Archiv “Brustkrebstherapie: Entscheidungen gemeinsam treffen” (10.03.2010)

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Hypersomnien

Kernaussagen

  1. Tagesschläfrigkeit tritt als Symptom vieler körperlicher Erkrankungen, psychischer Störungen und bei primären und sekundären Schlafstörungen auf. Kennzeichen einer reduzierten zentralnervösen Aktivierung oder einer erhöhten Tagesschläfrigkeit können Aufmerksamkeitsstörungen, Monotonieintoleranz, Einschlafneigung, Sekundenschlaf und imperative Einschlafattacken sein. (weiterlesen…)
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Strukturen, Arbeitsbedingungen und Belastungen von Psychologinnen und Psychologen in der medizinischen Rehabilitation

Auf dem 19. Rehawissenschaftlichen Kolloquium mit dem Thema “Qualität in der Rehabilitation” vom 8. bis 10.03.2010 in Leipzig wurden die Ergebnisse der Umfrage des Arbeitskreises Klinische Psychologie in der Rehabilitation (Fachgruppe der Sektion Klinische Psychologie im Berufsverband Deutscher Psychologen BDP) als Poster vorgestellt.
Im Sommer 2009 wurden über 1000 Kliniken der medizinischen Rehabilitation angeschrieben und um Beantwortung von Fragen zur Struktur und zu den Arbeitsbedingungen der Psychologinnen und Psychologen in der Klinik gebeten. Ebenso wurden die Kolleginnen und Kollegen um Auskunft über ihre individuelle Arbeitsbelastung befragt. Die Ergebnisse wurden auf dem Rehakolloquium präsentiert. Eine Veröffentlichung als Artikel ist in Vorbereitung.
Download: Poster, Abstract

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11. März 2010

Das Wichtigste im Leben – aber nicht in der Psychotherapie?!

Einbezug von Partnern und Angehörigen in der Verhaltenstherapie
Nahezu alle psychischen Störungen sind mit einer niedrigen Partnerschaftsqualität assoziiert, und die psychische Gesundheit kann durch eine problematische Partnerschaft erheblich beeinträchtigt sein. Die partnerschaftliche Interaktion wirkt sich zudem auf das Erziehungsverhalten aus. Ein weiterer wichtiger Faktor ist psychische und physische Gewalt in Familien. Dieser muss besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Basierend auf diesem Hintergrund werden das sog. Zwangsprozessmodell und die Theorie der ehelichen Stabilität beschrieben. Konkrete Anregungen für die Diagnostik, Therapieplanung und paar- bzw. elternorientierte Interventionen werden abgeleitet. Anhand einer Fallvignette werden die Anregungen beispielhaft erläutert. Einige rechtliche und ethische Voraussetzungen bzw. psychotherapeutische Bedingungen können zu Einschränkungen beim Einsatz der Interventionen führen.

Quelle: SpringerLink – Zeitschriftenbeitrag

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10. März 2010

Grübeln und sich Sorgen: Neuere Forschungsergebnisse und Psychotherapieansätze

Kernaussagen

  1. Auch gesunde Personen grübeln und machen sich Sorgen; sie können diese wiederkehrenden Gedanken jedoch wieder ohne anhaltende, tief greifende Stimmungseinbußen beenden. Bei Depression und Generalisierter Angststörung tritt häufig lang anhaltendes Gedankenkreisen, Grübeln und sich Sorgen auf, das sich verheerend auf Stimmung und Konzentration auswirkt und verhindert, dass die einfachsten Aufgaben in Angriff genommen werden können.
  2. In mehreren großen, gut kontrollierten Längsschnittstudien wurde gefunden, dass depressives Grübeln einen Prädiktor für eine depressive Episode darstellt. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, z. B. im Rahmen von Anpassungsstörungen oder anderen psychiatrischen Störungen darauf zu achten, in welchem Umfang der Patient grübelt, welche positiven Erwartungen er dem Grübeln zuschreibt und welche Copingstrategien er anwendet. In der psychotherapeutischen Behandlung kann depressives Grübeln den Behandlungserfolg deutlich schmälern und verzögern, nicht zuletzt deshalb gilt es, bereits zu Beginn der Psychotherapie auf die Veränderung von Grübelgedanken hinzuwirken. Auch bei gebesserten Patientinnen und Patienten sollte im Verlauf auf „riskantes” oder heimliches Grübeln geachtet werden. (weiterlesen…)
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9. März 2010

Cyberbullying Versus Face-to-Face Bullying

Cyberbullying has been described as a type of electronic bullying and has recently been subjected to intense media scrutiny largely due to a number of high profile and tragic cases of teen suicide. Despite the media attention relatively little is known about the nature of cyberbullying. (weiterlesen…)

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